NENNSLINGEN

Markt Nennslingen (952 E., 520 m)

zentrale Marktgemeinde auf dem Weißenburger Jura, Ortskern mit restaurierten Baudenkmälern

Die Gründung erfolgte um 400 durch die Juthungen. Erste urkundliche Erwähnung im Jahr 914. Die Marienkirche war im Mittelalter eine beliebte Wallfahrtsstätte. Die Wappen-Verleihungsurkunde von Kaiser Rudolf II. von 1582 ist heute noch im Besitz der Gemeinde. Rund um Nennslingen existieren vier historische Mühlenanwesen, nämlich die Kohlmühle, Panzermühle, Schwabenmühle und Steinmühle.

Ortsansicht Nennslingen  Nennslingen Dorfplatz



Ortsteile:

Biburg (124 E., 560 m)

ländliches Juradorf auf der Hochfläche, sehenswerte Kirche, historisch-architektonisches Denkmal "Das verlorene Dorf"

Biburg Das Dorf gehörte einst zum fränkischen Königsgut um Weißenburg in Bayern. Die Kirche aus dem 12. Jahrhundert wurde 1756 von Domenico Barbieri umgestaltet.



Gersdorf (183 E., 520 m)

idyllisch im Anlautertal gelegen, kleine Kirche

Kirche in Gersdorf Vermutlich gründete um 800 Gerhoh, bis ca. 806 Bischof von Eichstätt, das wohl nach ihm benannte "Gerhohestorf". Es handelte sich um einen Grenzort zwischen dem alemannisch-fränkischen Sualafeldgau und dem baierischen Nordgau. Außer der 1737 erbauten Katholischen Filialkirche St. Nikolaus mit barocker Ausstattung ist in die Denkmalliste Bayerns Haus Nr. 76 eingetragen, das Wohnhaus eines ehemaligen Bauernhofs aus dem 19. Jahrhundert, ein eingeschossiger Flachsatteldachbau mit Kniestock, errichtet in Jura-Bauweise und noch mit einem Legschieferdach versehen.



Wengen (207 E., 560 m)

klassizistischer Kirchenbau von 1816

Kirche in Wengen Namenforscher deuten den Begriff "Weng" als waldfreies Grasland. Der landwirtschaftlich orientierte Ort wurde 1239 erstmals urkundlich erwähnt. Bereits 1528 wurde in Wengen die Reformation durchgeführt, doch im Zuge der Gegenreformation kam es 1628 vorübergehend zur Wiedereinführung der katholischen Lehre. Der Kirchenbau gehört zu den wenigen klassizistischen Gebäuden im Landkreis.