RAITENBUCH

Raitenbuch (1134 E., 560 m)

schmucker, stattlicher Ort auf der Jurahochfläche, St.-Blasius-Kirche mit Wallfahrtsmadonna, größter zusammenhängender bayerischer Staatsforst "Raitenbucher Forst"

Kirche Raitenbuch Urkundlich ist Raitenbuch erstmals 867 als "Rehtinbooh" ("Das Gerodete im Buchenwald") erwähnt. Gräber aus der Steinzeit lassen auf eine wesentlich frühere Besiedelung schließen. Etwa 100 v. Chr. dürften elbgermanische Stämme die Gegend besiedelt haben. 80 n. Chr. schoben die Römer mit dem Limes ihre Grenze in diese Gegend. Ab 506 wurde das Land planmäßig von Frankenbauern besiedelt. Im 18. Jahrhundert wurde der Burgstall zu einem Schlösschen umgestaltet, das heute noch bewohnt ist.



Ortsteile:

Bechthal (100 E., 500 m)

reizvoll im Anlautertal gelegen, von einer Burgruine überragt, Badeweiher, Juramarmorbrüche

Ortsansicht Bechthal Besitzer der Burg waren die 1163 erstmals erwähnten Pechthaler, Ministerialen der Eichstätter Bischöfe. Die Burg wurde 1633 durch Geschützfeuer des schwedischen Obristen Sperreuth fast vollständig zerstört. Die Filialkirche St. Margareta in Bechthal stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde im 17. Jahrhundert barock umgestaltet. Sie weist zwei hervorragende Kunstwerke auf: eine Sakramentsnische von 1525 und eine sitzende Madonna der Spätgotik am rechten Seitenaltar.



St. Egidi (28 E., 570 m)

Weiler nahe des Limes, aus Einsiedelei entstanden

Sankt Egidi Der Weiler wird 1452 erstmals urkundlich erwähnt. Die Kapelle und die Einsiedelei gehen wahrscheinlich auf ein königliches Jagdschloss zurück, bei dem sich eine dem Heiligen Ägidius geweihte Kapelle befand. Sie wurde während des Dreißigjährigen Krieges zerstört und 1726 wieder aufgebaut.



Reuth a. Wald (243 E., 560 m)

beschauliches Dorf auf der Jurahochfläche, Juramarmorbrüche, Spuren des Limes

Kirche Reuth am Wald Frühester Hinweis ist ein Vermerk in den Archiven, dass Bischof Gundekar II. von Eichstätt eine Kirche geweiht hat. 1486 sind zu 'Reuwt' dem Schloss Pechtal sechs Güter abgabepflichtig. Die Turmuntergeschosse der Kirche St. Pantaleon sind romanisch.